37 Millionen Menschen in Europa haben einen Behindertenausweis und somit nachgewiesene Handicaps. Gleichzeitig wird das Internet von Behinderten gut angenommen, sofern sie Hilfen beim Zugang bekommen. Martin Rogge vom Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsverein Berlin stellte auf der Tagung Barrierefreiheit im März 2007 in Nürnberg assistive Technologien vor.
Wer wegen Muskelschwund keine Tastatur mehr bedienen kann, kann mit Augensteuerung per Laser den Computer benutzen. Die Mundmaus hilft Menschen mit Querschnittlähmung, Internetangebote zu nutzen. Mit der Braillezeile lesen Blinde Zeile für Zeile mit ihren Händen. Per Screenreader können sie sich Inhalte im Web vorlesen lassen. Bei Sprachverlust kann die Sprache aufgrund früherer Sprachaufnahmen des Betroffenen per Computer neu generiert werden. Umfeldsteuerung nennt man Funklösungen, mit denen Geräte eingeschaltet und Türen geöffnet werden. Das umfangreiche Handbuch "Barrierefrei kommunizieren. behinderungskompensierende Techniken und Technologien für Computer und Internet" ist kostenlos bei info@barrierefrei-kommunizieren.de zu beziehen.
Stand: 20.09.2007
Autor: Peter Lokk